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Projektbeschreibung

Blühender Chiemgau

In unserer heutigen Kulturlandschaft herrschen die Farben Grün, Braun und Gelb vor. Die Farbenpracht des Sommers früherer Jahrzehnte ist vor allem in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gegen den einer Eintönigkeit gewichen, die auch landwirtschaftlich weniger begünstigte Gebiete mehr und mehr erfasst. Diese Veränderung geht einher mit einer ökologischen Verarmung der Kulturlandschaft und einem zum Teil dramatischen Artenschwund. So ist z.B. von ursprünglich ca. 500 bei uns beheimateten Wildbienenarten ca. die Hälfte akut vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft mit einem drastischen Imageverlust konfrontiert. Auch sind landwirtschaftlich intensiv genutzte Regionen sowohl für ihre Bewohner als auch für Touristen meist nur noch sehr bedingt attraktiv. Vorhandene Möglichkeiten, die Landschaft optisch und ökologisch aufzuwerten, werden nicht oder nur zaghaft umgesetzt, zumal in aller Regel weder Vorbildprojekte noch geeignete Fördermöglichkeiten vorhanden sind. Nachdem entsprechende Aspekte in der Agrarförderung auf Bundesebene weitgehend unberücksichtigt blieben, bietet nun die aktuell stattfindende Umgestaltung der Agrarförderprogramme auf Länderebene die Möglichkeit, entsprechende Konzepte durch geeignete Förderbedingungen zu unterstützen. Diese Konzepte müssen erprobt und auch in größerem Stil umgesetzt werden. So könnte kurzfristig in einer Modellregion wie in der Region Chiemgau-Inn-Salzach, mittelfristig aber auch auf großen Flächen unserer Kulturlandschaft wieder eine blühende Land(wirt)schaft mit all ihren ökologischen, optischen und letztendlich auch wirtschaftlichen Vorteilen geschaffen werden.